20. Dezember 2016 Stefan Neumann

Online-Marketing – was ist das eigentlich? Teil 1: Onpage-Optimierung

Offpage, onpage, SEO, SEM – das Online-Marketing wimmelt von Kraftausdrücken und nur die wenigsten Unternehmer können damit etwas anfangen. Dabei ist Online-Marketing nicht nur sehr wichtig für die Betreiber einer Homepage, sondern auch sehr preiswert. Und seine Wirkung dauert annähernd unendlich an.

Wie das funktioniert, erfahren Sie in unserer aktuellen Blogreihe. Wir beginnen mit der Onpage-Optimierung.

Suchmaschinenoptimierung für die organische Suche

Beispiel-SERP bei Google

SERP zum Suchwort „Werbeagentur Lübeck“

Als organische Suche bei den Suchmaschinen bezeichnet man den Teil auf der SERP  (Search Engine Ranking Page), der nicht bezahlt wurde. Dieser wird in der Regel vom oberen und seitlichen Teil, der bezahlt wird, begrenzt (Abbildung 1 – organischer Teil weiß). In der Regel deshalb, weil das nur dann passiert, wenn auch bezahlte Werbung, also Google Adwords zu dem eingegebenen Suchbegriff geschaltet wurde. Manche Suchbegriffe (Keywords) werden allerdings nur so selten eingegeben, dass sich die Schaltung von bezahlter Werbung nicht lohnt.
Um im organischen Teil der SERP gut angezeigt, also von der Suchmaschine gerankt zu werden, betreibt man Suchmaschinenoptimierung. Abgekürzt ist das SEO (Search Experience Optimization) und bedeutet nichts anderes als: die positive Beeinflussung der Position der Anzeige eines Suchergebnisses auf einer SERP zu einem bestimmten Suchbegriff. Dazu sind allerlei legale Maßnahmen auf der Homepage und außerhalb nötig.

Übersetzt heißt das: Tue Dinge auf der eigenen Webseite, auf Sozialen Netzwerken (wie z.B. Facebook, Google Plus oder XING) und auf wirklich gut besuchten Verzeichnissen sowie auf Blogs, um mehr Besucher auf deine Seite zu bekommen. Mach den Suchmaschinen klar, dass es sich lohnt, zu einem bestimmten Suchbegriff auf deine Webseite zu kommen, denn dort gibt es die Information, die ein Internetbesucher erwartet, wenn er einen bestimmten Suchbegriff eingibt.

Die Suchmaschinen versuchen dem Interessenten das optimale Suchergebnis auf seine Anfrage zu präsentieren. Da diese Maschinen allerdings immer noch nicht wirklich denken können, sondern vergleichen, gibt es zahlreiche Maßnahmen, die das sogenannte Ranking auf der SERP positiv beeinflussen.

Onpage-Optimierung – alles, was man auf der eigenen Homepage tun kann

Jeder Betreiber ist Herr über seine Webseite. Zumindest sollte er das sein 😉 Das heißt, er kann dort einiges tun, um die Suchmaschinen freundlich zu stimmen. Hier gibt es einige wichtige Kriterien, die im Folgenden erklärt werden:

  • Pagespeed/Performance
    Je schneller sich eine Webseite aufbaut, umso besser. Zum einen gilt das für den Besucher, der sich freut, wenn die Seite flott erscheint. Zum anderen ist auch die Suchmaschine glücklich, denn sie hat nur eine sehr begrenzte Zeit für das Untersuchen der Webseite (das sogenannte Crawling). Sie muss nämlich flugs weiter, um noch die anderen Millionen Homepages zu besuchen.
  • Sinnvoller und passender Inhalt
    Befindet sich auf einer Homepage reichlich sinnvoller Inhalt in Text- und Bildform (Content), ist das gut für den Besucher der Seite. Er hat einen Suchbegriff in das Fenster einer Suchmaschine eingegeben und erwartet nun passenden Inhalt auf der Webseite. Auch die Suchmaschine prüft, ob der Inhalt der Webseite zu dem Suchbegriff (Keyword) passt. Berücksichtigt werden auch die Bilder. Dabei ist Masse nicht allein gefragt. Auch die Strukturierung, Fehlerdichte und Lesbarkeit sind Bewertungsgrundlagen.

 

Keywordplanner von Google

Google-Tool zur Recherche relevanter Suchbegriffe

 

  • Benutzerfreundlichkeit/Usability
    Niemand verirrt sich gern. Auch nicht im Internet. Wer also eine Webseite besucht, der möchte zu jeder Zeit wissen, wo er sich befindet und welchen Weg er weiter gehen soll. Eine sinnvolle Navigation, gut erkennbare und ausreichend große Buttons sowie ein übersichtlicher Aufbau von Haupt- und Unterseiten sind Aufgabe des Webdesigns und für den Besucher ein wichtiges Kriterium, um sich zurechtzufinden und die Information zu erhalten, nach der er gesucht hat. Die Suchmaschinen sehen das genauso und bewerten aufgeräumte und benutzerfreundliche Webseiten mit sinnvoller Navigation besser als chaotische Webseiten mit Sackgassen.

Was man tun kann, um seine Webseite auf diese Art zu optimieren, erklärt sich von selbst. Es gibt noch zahlreiche weitere Möglichkeiten der Onpage-Optimierung. Diese stellen wir in kommenden Beiträgen vor. In unserem nächsten Artikel geht es jedoch zunächst nach draußen ins World Wide Web. Denn auch dort, in der Offpage-Optimierung, gibt es einiges zu tun.